Natürlich gibt es viele wichtige, bekannte Menschen und auch jede Menge Vorbilder, deshalb teile ich diesen Beitrag auf. Außerdem werden hoffentlich noch einige dazu kommen. Fangen wir mit einem sehr bekannten Sänger/Songwriter und Gitarristen an.

Bob Marley bzw. Robert Nesta Marley. Seine bekanntesten Songs waren Buffalo Soldier, Get up, I shot the Sheriff, No Woman No Cry, Could you be loved? und Redemption Song. Er wurde in Nine Miles auf der karibischen Insel Jamaika geboren, als Sohn einer dunkelhäutigen Mutter und eines weißen Vaters. Bob´s Vater war ein Offizier der britischen Armee und musste aufgrund der Hochzeit aus der Armee ausscheiden. Bob Marley war der bedeutendste Vertreter des Reggae und kämpfte stets für Freiheit. Er verbreitet die Botschaft der Rastafari-Bewegung und ist für viele immernoch eine Identifikationsfigur! Rastafari berufen sich auf die Bibel, kämpfen gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung, tragen gedrehte, verfilzte Haare und haben in ihrer Religion viele mystische und spirituelle Elemente. Marley hat offiziel 12 Kinder anerkannt (11 leibliche und ein adoptiertes Kind), allerdings behaupten diverse Angaben aus seinem Heimatort, dass er 22 bis 46 leibliche Kinder haben soll. Einige seiner Kinder starteten ebenfalls eine Musikerkarriere. Zwei Tage vor einem Friedenskonzert fand ein Anschlag auf ihn, seine Frau Rita und seinen Manager Don Taylor statt. Ehefrau und Manager wurden schwer verletzt, Bob erlitt nur leichte Verletzungen an Arm und Brust. Er trat trotzdem am Tag des Friedenskonzerts für 90 Minuten auf. Bob Marley lebte sogar einige Zeit in den USA, um seine Karriere zu finanzieren, zog dann aber wieder nach Jamaika. Sein letztes Konzert, nach der vernichtenden Diagnose Tumorbefall der Leber, der Lunge und des Gehirns, gab Marley am 23. September 1980 in Pittsburgh, Pennsylvania. Um zu sterben, wollte er wieder zurück nach Jamaika. Dies gelang ihm aber aufgrund seines schwachen Zustandes nicht mehr. Bob Marley erhielt die Auszeichnungen United Nations´ Peace Medal of the Third World (1978) und Order of the Merit (1981).

Weiter geht´s mit Kofi Atta Annan, ghanaischer Diplomat und siebter Generalsekretär der Vereinten Nationen, er ist der erste, der direkt von UN-Mitarbeitern gewählt wurde und der erste Schwarzafrikaner in diesem Amt. 2001 erhielt er (gemeinsam mit den Vereinten Nationen) den Friedensnobelpreis für seinen Einsatz für eine organisierte und friedlichere Welt. 2003 bildete er ein Gremium mit 16 Mitgliedern – diese wird „Hochrangige Gruppe für Bedrohungen, Herausforderungen und Wandel“ genannt. 2005 stellt er überraschend sein 63-seitiges Reformdokument „In größerer Freiheit: Auf dem Weg zu Entwicklung, Sicherheit und Menschenrechte für Alle“ vor. 2007 wird er Vorsitzender der Allianz für eine grüne Revolution in Afrika (AGRA). Zuletzt setzte er sich für eine globale CO2-Steuer ein und forderte eine Lösung der Darfur-Krise (bewaffnete Auseinandersetzungen verschiedener Volksgruppen in Darfur und Khartum). Kofi ist Gründer des Global Elders, einer Gruppe herausragender Persönlichkeiten, die sich zur Lösung globaler Probleme zusammen tun. Außerdem ist er Präsident des Global Humatarian Forum. Kofi Atta Annan erhielt zahlreiche Auszeichnungen unter anderem den Westfälischen Friedenspreis Münster, den Konfuzius-Friedenspreis und den Reinhard-Mohn-Preis.

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Für mich auch ein absolut mutiges Vorbild… Malala Yousafzai! Dieses junge Mädchen aus Pakistan wurde durch ein tragisches und überaus feiges Attentat berühmt. In Pakistan terrorisierten die pakistanische Taliban das Volk. Der Stamm der Yousaf, dem Malala angehörte, kämpften gegen deren Gewalttaten. Die Taliban verboten Mädchen den Schulbesuch und zerstörten deren Schulen, sie ermordeten gegnerische Pakistaner, verboten Mädchen außerdem das Tanzen und Hören von Musik. 2008 sollte eine betroffene Schülerin für BBC berichten.

Der Leiter einer Privatschule schlug seine Tochter Malala vor. Sie und ihr Blog wurden somit schnell berühmt und 2011 wurde ihr Pseudonym aufgedeckt; als sie für den Internationalen Kinder- Friedensnobelpreis nominiert wurde, den sie zu diesem Zeitpunkt leider nicht erhielt. Am 9. Oktober 2012 hielten vermummte Attentäter ihren Schulbus an, stiegen ein und feuerten auf Malala. Diese wurde in Kopf und Hals getroffen und schwer verletzt, sie wurde in einem Millitärkrankenhaus operiert. Sechs Tage später wurde sie nach Großbritannien gebracht, zunächst ohne Familie. Diese kam allerdings kurze Zeit später für drei Jahre zu ihr nach Großbritannien. Im Dezember 2012 wurde zusammen mit UNESCO der Malala-Fonds gegründet zur Durchsetzung des weltweiten Rechts auf Bildung für Kinder. Am 7. Februar konnte Malala das Krankenhaus verlassen und besuchte seit dem 20. März die Edgbaston High School für Mädchen in Birmingham. Der 12. Juli 2013 war ihr erster öffentlicher Auftritt nach dem Attentat. Sie sprach vor der Jugendversammlung der UNO, ein besonderer Part der Rede: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern!“. Sie bereiste die USA, um ihre Biografie vorzustellen und Werbung zu machen. Auch das Weiße Haus besuchte sie und unterhielt sich mit Barack Obama. Die Ende Januar 2014 vorgesehene Vorstellung ihrer Biografie „Ich bin Malala“ in Pakistan wurde kurzfristig, aufgrund angeblicher Sicherheitsbedenken, abgesagt. Im Oktober 2014 erhielt sie zusammen mit Kailash Satyarthi den Friedensnobelpreis, Malala ist die jüngste Preisträgerin. Die junge Kinderrechtsaktivistin aus Pakistan erhielt ebenfalls einige Auszeichnungen für ihren Mut wie z.B. den Mutter-Teresa-Gedächtnispreis für Soziale Gerechtigkeit im November 2012, den Europäischer Menschenrechtspreis (2013) und den Weltkinderpreis bzw. Kindernobelpreis (2014).

Dies sind nur drei von einigen bemerkenswerten Menschen!!