Wie wichtig das Meer für das Überleben vieler Tierarten und auch für uns Menschen ist, wissen leider viele nicht.

Als Meer oder Meere wird die zusammenhängende Wassermasse die 71% der Erdoberfläche bedeckt bezeichnet. Allgemein unterscheidet man drei Ozeane, den Pazifischen Ozean,den Atlantischen Ozean und den Indischen Ozean. 31,7% der Meere sind zwischen 4000-5000 m tief und nur 3,5% des Wasservorkommens ist Süßwasser, der Rest ist mit einem Salzgehalt von 3,5% nicht als Trinkwasser geeignet. Was die wenigstens wissen, ca. 70% des Sauerstoffs wird von der Meeresflora produziert! Zudem nimmt das Meer auch einen Teil des Kohlenstoffdioxids auf. Durch den steigenden Kohlenstoffdioxidgehalt und die globale Erwärmung erwärmen sich die Meere und werden sauer. Aufgrund dessen sterben z.B. Korallen, durch ihr sterben kann wiederum eine andere Art sterben und so geht es weiter und weiter, außerdem verlieren einige Lebewesen durch das schmelzen der Eiskappen ihren Lebensraum und der Meeresspiegel steigt über die gewohnten Küsten.

 

picture by Annie Spratt

Das Meer ist weitgehend unerforscht, es ist an seinem Grund genauso gebirgig wie die Erdoberfläche und weist ebenso Riffe, Erdspalten, Schluchten, Rinnen und Gräben auf. Durch die Anziehungskraft des Mondes unterliegen die Meere Ebbe und Flut, allerdings ist dies unterschiedlich stark spürbar. Natürlich gibt es auch einige Gefahren für den Menschen im Meer, Schiffe kentern an Klippen und Riffen, Ebbe und Flut werden oft unterschätzt und überraschen Badende oder mächtige Tsunamis verwüsten die Küsten. Auch einige Raubtiere oder giftige Lebewesen lauern in der Tiefe. Menschen sind vom Meer abhängig, es liefert Arbeitsplätze in der Fischerei und in der Weiterverarbeitung des Fangs und dient somit schon seit Jahrtausenden als Nahrungsquelle, viele Staaten sind auf Seehandel ausgelegt, es wird zunehmend zur Gewinnung von Energie durch z.B. Wellenkraftwerke oder Windkraftwerke genutzt. Auch im Warenaustausch zwischen den Ländern und Kontinenten hat es eine große Bedeutung. In religiösen Geschichten und Bräuchen spielt es auch immer wieder eine Rolle. Die historisch bedeutendsten Gewässer im Handel sind unter den sieben Weltmeeren bekannt, die zusammenstellung der Liste ist allerdings je nach Zeit, Volk und Bedeutung unterschiedlich dokumentiert, z.B. 1. Pazifischer Ozean, 2. Atlantischer Ozean, 3. Indischer Ozean, 4. das Arktische Mittelmeer, 5. das Amerikanische Mittelmeer, 6. Australasiatisches Mittelmeer, 7. das Europäische Mittelmeer.

Doch der Mensch ist auch hier wieder die größere Bedrohung. Wir verschmutzen die Meere durch Abfälle und Abwässer die ins Meer geleitet werden oder durch Chemikalien die nicht richtig entsorgt werden. Auch Düngemittel gelangen irgendwann ins Meer. Durch Überfischung werden viele Arten einfach ausgerottet und anderen somit ihre Nahrung genommen. Bei Schiffsunglücken gelangt meist Öl ins Wasser und bedroht die Umwelt. Schon jetzt schwimmen ca. 150 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren und Forscher vermuten das sich diese Zahl bis 2050 vervierfachen wird. Dies würde bedeuten das bald mehr Plastik im Meer zu finden sein wird als Fische. Zum Glück gibt es bereits einige Organisationen die sich für den Schutz des Meeres einsetzen, hauptsächlich um die Artenvielfalt zu schützen. Aber auch gegen Überfischung und Beifang von bereits bedrohten Arten. Ebenfalls bedroht sind auch Tiere die nicht ausschließlich im Wasser leben dieses aber zum überleben brauchen wie Pinguine, Seevögel und Robben.

Erst in den letzten Jahrzehnten wurde viele der ca. 226.000 Arten aus dem Meer beschrieben, zwei drittel der Meeresbewohner sind noch unerforscht. Man unterscheidet Krebse, Kleinkrebse, Schnecken, Meerasseln, Fadenwürmer, Seepferdchen, Muscheln, Korallen, Anemonen, Fische, Tintenfische, Aale, Rochen, Haie sowie die großen Meeressäuger. Durch den technischen Fortschritt werden jedes Jahr rund 2000 neue Arten entdeckt.