Staub- und Wischroboter im Einsatz (iRobot Scooba 450) [Test]
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Vom Traum, nie mehr putzen zu müssen

 

Wer mag schon Hausarbeit? Sicherlich niemand von euch. Mir geht es genauso. Aber schließlich möchte ich auch, dass die Wohnung so einigermaßen aufgeräumt und sauber ist. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als den Staubsauger in die Hand zu nehmen und hinterher zu wischen. Das dachte ich zumindest immer.

Dann hörte ich aber von Saug- und Wischrobotern, die die Arbeit im Haushalt erleichtern sollen. Das ist ja genau das Richtige für mich – dem Roboter bei der Arbeit zusehen ;-). Leider musste ich feststellen, dass solch ein kombinierter Saug- und Wischroboter nicht gerade günstig ist. Ich habe mir also mehrere hundert Euro zusammengespart und einen iRobot Scooba 450 zugelegt. Da ich zu Hause hauptsächlich Fliesen und Laminat habe, ist so ein Saug- und Wischroboter genau das Richtige für mich.

Meine Erfahrungen

 

Ich habe mir vorgestellt, dass der Roboter durch die einzelnen Räume meines Hauses seine Runden dreht und dabei seine Arbeit verrichtet. Ich kann währenddessen andere Arbeiten verrichten oder einfach nur fernsehen. Leider ist dies unmöglich, da der Saug- und Wischroboter unglaublich laut ist. Er erledigt zwar seine Reinigungsarbeiten, aber die Nachteile überwiegen.

Vor jedem Einsatz musste der Raum erst einmal „robotertauglich“ gemacht werden. Das bedeutet, dass ich störende Gegenstände entfernen musste. Da ich hauptsächlich kleine Zimmer habe, war das eine Tortur. Die Bodenvase musste weg, Schuhe mussten weggestellt werden, ein winziger Teppich war im Weg, ein kleiner Tisch musste verschwinden und natürlich mussten auch die Kabel versteckt werden. Schon nach diesen Wegräumarbeiten kam mir der Gedanke, ob es nicht besser gewesen wäre, einfach den Staubsauger zu benutzen.

Endlich hatte ich alle störenden Gegenstände weggeräumt. Jetzt konnte ich den Tank des Roboters mit Wasser füllen. Doch das war nicht so einfach, wie gedacht. Es gestaltete sich zu einer regelrechten Sisyphusarbeit und lies mich beinahe verzweifeln. Absolut unpraktisch finde ich den Tankverschluss, der sehr schwer zu öffnen ist.

Doch ich wollte dem Saug- und Wischroboter eine Chance geben und lies ihn seine Arbeit verrichten. Er legte auch sofort los. Unglaublich laut durchstreifte er das erste Zimmer. Ich habe ihn natürlich dabei beobachtet. Gerade bei kleinen Zimmern hat der Roboter seine Probleme. Überall eckt er an und läuft dann minutenlang vor und zurück. Es werden die gleichen Stellen x-mal gereinigt. Andere Ecken bleiben schmutzig, da er einfach nicht hinkommt. Da der Roboter rund ist, kann er die Zimmerecken gar nicht erreichen – und das sieht man leider auch.

Nachdem der Roboter mit dem Wischen fertig war, sah ich mir seine Arbeit an. An vielen Stellen ist Wasser liegen geblieben und ich musste schnell nacharbeiten, damit keine Flecken entstehen. Auch hier ist also viel Nacharbeit notwendig, die nicht nur Zeit, sondern auch meine Nerven raubt.

Die Reinigung des Saug- und Wischroboters ist sehr mühselig. Filter und Schlauch müssen regelmäßig gereinigt werden, damit der Roboter weiterhin seine Arbeit verrichten kann. Bei so einem kleinen Roboter kann sich sicherlich jeder von euch vorstellen, wie klein der Schlauch ist und wie nervenaufreibend sich die Reinigung gestaltet.

 

Fazit

 

Die Robotertechnik bei den haushaltstechnischen Geräten steckt leider noch in den Kinderschuhen. Eine echte Hilfe war der Saug- und Wischroboter nicht. Es offenbarten sich sehr viele Schwächen. Außerdem erledigt dieser Roboter seine Aufgaben nicht komplett selbstständig, sondern ist stark auf die Mitarbeit von Menschen angewiesen.

Mir war diese Mitarbeit zu viel und seine Arbeitsleistung zu wenig. Ich habe den Saug- und Wischroboter wieder verkauft. Mein Traum, nie mehr putzen zu müssen, ist ausgeträumt. Ich kann den Kauf dieses Roboters nicht empfehlen. Eventuell sieht die Sache in ein paar Jahren schon ganz anders aus, da sich die Robotertechnik rasant weiter entwickelt. Im Moment ist mir diese Technik aber noch zu unausgereift.